Loading Video...

Innovation im Schweizer ArbeitsmarktInnovation im Schweizer Arbeitsmarkt

Arbeitgeber Banken und die Zukunft der Arbeitsbedingungen

Die Arbeitgeber Banken spielen eine zentrale Rolle in der Schweizer Finanzbranche, sei es durch die Gestaltung liberaler Arbeitsbedingungen, die Aushandlung von Verträgen wie der VAB oder ihre Umfragen zur Arbeitsplatzgesundheit. Diese Episode beleuchtet ihre strategischen Partnerschaften, innovative Ansätze im Diversity Management sowie die Bewältigung rechtlicher und demografischer Herausforderungen. Ein Vergleich mit der deutschen Bankenlandschaft liefert zusätzliche Einblicke.

Published OnApril 2, 2025
Chapter 1

Introduction to Employer Associations in Swiss Banking

Martina

Herzlich willkommen zur zweiten Episode des Podcasts des Innovationsverbands Schweizer Arbeitsmarkt. Hier sind wieder Martina und Sam. Heute schauen wir uns einen Verband im Schweizer Arbeitsmarkt genauer an, der in vielen Punkten ein grosses Vorbild ist.

Martina

Okay, lassen wir uns also über den Arbeitgeberverband Banken sprechen. Dieser Verband ist eine Art Brücke zwischen Banken und ihren Mitarbeitenden, und ihre Hauptrolle ist es, für die Interessen der Arbeitgeber in der Branche einzutreten. Das heißt konkret, sie setzen sich für wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen ein und schaffen eine stabile Grundlage für die gesamte Finanzindustrie.

Sam

Also, eine Art Sprachrohr der Banken, richtig?

Martina

Genau, und dabei vertreten sie über 260 Mitgliedsinstitute in der Schweiz! Das beeindruckende daran ist, dass sie nicht nur Banken, sondern auch Finanzdienstleister ohne Banklizenz repräsentieren. Das Ziel ist es, ein umfassendes und attraktives Umfeld zu schaffen. Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit dreht sich zum Beispiel um die Verhandlungen zu den sogenannten Gesamtarbeitsverträgen.

Sam

Ah, diese Vereinbarungen VAB und... VAZ, stimmt’s?

Martina

Ja, ganz genau. Die "Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten", also kurz VAB, und die "Vereinbarung über die Arbeitszeiterfassung", die als VAZ bekannt ist. Diese Verträge regeln zentrale Arbeitsbedingungen und betreffen insgesamt mehr als 100,000 Arbeitnehmende im Bankensektor.

Sam

Das sind wirklich viele Menschen! Und was genau beinhalten diese Verträge?

Martina

Nun, sie adressieren so ziemlich alles, von Arbeitszeitregelungen bis hin zu spezifischen Standards für Arbeitsbedingungen. Diese Vereinbarungen sind nicht nur ein rechtlicher Rahmen, sondern sie fördern auch die Stabilität und Attraktivität des Bankenarbeitsmarktes in der Schweiz.

Sam

Interessant. Und wie effektiv sind Arbeitgeber Banken in dieser Rolle?

Martina

Sehr effektiv, würde ich sagen. Ein Beispiel: Sie haben kürzlich ein Webinar organisiert, das von ungefähr 1,000 Interessierten besucht wurde. Das zeigt wirklich, wie engagiert sie sind, ihre Mitglieder durch aktuelle Information und praktische Unterstützung zu begleiten. Solche Veranstaltungen heben ihre zentrale Rolle in der Branche deutlich hervor.

Sam

Ja, solche Zahlen sprechen für sich. Ein klarer Beweis, dass sie es ernst meinen mit der Unterstützung ihrer Mitglieder.

Chapter 2

Strategic Focus Areas of Arbeitgeber Banken

Sam

Ja, es scheint, dass Arbeitgeber Banken wirklich ihre Rolle in der Branche sehr ernst nehmen. Apropos, wenn wir schon über diese Gesamtarbeitsverträge sprechen, wie genau fördern sie die liberalen Arbeitsbedingungen?

Martina

Das ist tatsächlich ein zentraler Punkt. Arbeitgeber Banken hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Bedingungen zusammen mit den Sozialpartnern kontinuierlich zu verbessern. Sie arbeiten hier eng mit dem Schweizerischen Bankpersonalverband und dem Kaufmännischen Verband Schweiz zusammen, insbesondere bei der Pflege der Gesamtarbeitsverträge wie VAB und VAZ.

Sam

Aber ist das nicht eine riesige Herausforderung? Ich meine, gerade in einer Branche, die so reguliert ist wie die Finanzindustrie?

Martina

Absolut, Sam. Aber genau deshalb ist diese Zusammenarbeit so wichtig. Es ermöglicht einen stabilen Dialog, um rechtzeitig auf regulatorische oder wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren. Arbeitgeber Banken strebt hierbei auch danach, ein Gleichgewicht zu schaffen, das sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeitende attraktiv bleibt.

Sam

Hmm, und ich nehme an, die demografischen Veränderungen spielen hier auch eine Rolle, oder?

Martina

Genau, das ist einer ihrer strategischen Schwerpunkte. Der Bankensektor sieht sich einem alternden Personalbestand gegenüber, während gleichzeitig immer mehr junge Fachkräfte mit unterschiedlichen Erwartungen in den Arbeitsmarkt eintreten. Um das zu adressieren, bietet der Verband Seminare und Weiterbildungen an, die auf die modernsten Herausforderungen eingehen.

Sam

Okay, ich kann sehen, warum das wichtig ist. Aber kannst du ein Beispiel nennen, wie sie das konkret umsetzen?

Martina

Natürlich. Sie haben ein Seminar zum Thema "Employer Branding und neue Wege im HR" angeboten, das eine Art Rundumblick für moderne Rekrutierungs- und Bindungsstrategien gibt. Solche Initiativen helfen den Mitgliedsunternehmen, den Fachkräftemangel aktiv anzugehen, während sie gleichzeitig ihre Attraktivität steigern.

Sam

Das klingt recht praxisnah! Und ich weiß, es gibt da auch diesen Fokus auf die Mitarbeitergesundheit. Was genau hat es mit der "healthy@work"-Umfrage auf sich?

Martina

Ah, das ist ein spannendes Projekt. Mit dieser Umfrage wollen die Sozialpartner die psychosozialen Risiken für Mitarbeitende in der Bankenbranche besser verstehen und gezielt präventiv handeln. Die Ergebnisse der Befragung wurden genutzt, um zukunftsweisende Maßnahmen einzuführen, die das Wohlbefinden und die Arbeitszufriedenheit steigern sollen.

Sam

Ein echt umfangreicher Ansatz, wenn du mich fragst. Es zeigt, dass sie die Mitarbeitenden nicht nur als Wirtschaftsressource sehen.

Martina

Ganz genau. Es geht um mehr als nur um Geschäftszahlen; es geht darum, ein gesundes und nachhaltig produktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Und ich denke, das stärkt auch den Ruf der gesamten Branche.

Chapter 3

Challenges and Innovations in Banking Industry Management

Sam

Dass es um mehr als Geschäftszahlen geht, ist wirklich ein zentraler Punkt, Martina. Apropos Herausforderungen: Eine davon ist ja diese Meldungspflicht bei Berufen. Was genau steckt da dahinter?

Martina

Ja, die Stellenmeldepflicht wurde in der Schweiz eingeführt, um Stellenangebote transparenter zu machen, insbesondere für Berufe mit hoher Arbeitslosigkeit. Für Banken heißt das, sie müssen bestimmte Positionen erst dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum melden, bevor sie sie öffentlich ausschreiben. Das kann den Rekrutierungsprozess teilweise verlangsamen, aber es schafft auch Chancengleichheit.

Sam

Verstehe, aber das klingt auch nach zusätzlichem administrativen Aufwand. Haben die Mitglieder des Verbandes damit Schwierigkeiten?

Martina

Absolut, und deswegen bietet Arbeitgeber Banken praktische Leitfäden und Checklisten an, die helfen, diese Anforderungen effizient umzusetzen. Sie haben sogar Workshops dazu organisiert, um Unsicherheiten bei Mitgliedern aus dem Weg zu räumen.

Sam

Das klingt nach einer proaktiven Herangehensweise. Und was ist mit diesen arbeitsrechtlichen Fällen? Ich habe gehört, da wird es manchmal ziemlich kompliziert.

Martina

Oh ja, zum Beispiel gibt es immer wieder rechtliche Unsicherheiten, wie etwa bei der Frage, ob ein Mitarbeitender rechtlich verpflichtet ist, einen Vertrauensarzt aufzusuchen. Solche Themen lösen oft Konflikte aus, und da springt der Verband mit Beratung ein. Ziel ist es immer, Lösungen zu finden, die fair für beide Seiten sind.

Sam

Klingt echt knifflig. Aber irgendwo macht’s auch Sinn, das klar zu regeln.

Martina

Absolut. Und genau da setzt die Beratung des Verbandes an. Sie bieten Hilfe in arbeitsrechtlichen Fragen, um Risiken für die Mitgliedsinstitute zu minimieren.

Sam

Lass uns zu was Inspirierendem wechseln – Diversity und Employer Branding. Wie wichtig ist das für den Verband?

Martina

Sehr wichtig! Gerade die demografischen Entwicklungen erfordern maßgeschneiderte Strategien, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Arbeitgeber Banken unterstützt dabei durch Initiativen wie ein Kompetenzzentrum für Diversity und Inclusion, sowie durch Seminare zu Employer Branding.

Sam

Und das läuft erfolgreich?

Martina

Definitiv. Beispielsweise zeigen Trends, dass Mitglieder, die aktiv an solchen Programmen teilnehmen, ihre Arbeitgebermarke stärken konnten. Das ist in einem hart umkämpften Arbeitsmarkt ein entscheidender Vorteil.

Sam

Das erinnert mich ein wenig an Initiativen in Deutschland. Da gibt es ähnliche Bemühungen im Bankenbereich, oder?

Martina

Ja, in der Tat. Aber es gibt Unterschiede. Während man in Deutschland oft stärker auf großflächige Reformen setzt, wie etwa in den Tarifverhandlungen, liegt der Fokus hier in der Schweiz mehr auf präziser Beratung und dem Aufbau nachhaltiger Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.

Sam

Klar, beide Ansätze spiegeln unterschiedliche kulturelle und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wider. Ehrlich, ich finde die Schweizer Herangehensweise sehr mensch-zentriert.

Martina

Das würde ich auch sagen. Arbeitgeber Banken kombiniert die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder mit sozialpartnerschaftlichem Engagement. Das macht sie zu einem wichtigen Akteur, sowohl für die Branche als auch für die Mitarbeitenden.

Sam

Martina, du hast da wirklich eine überzeugende Übersicht gegeben. Die ganze Bandbreite von Herausforderungen bis Innovation ist echt spannend.

Martina

Danke, Sam. Und ich denke, das zeigt auch, wie wichtig solche Verbände sind, um Stabilität und Fortschritt in einer dynamischen Branche zu gewährleisten. Für heute war’s das von uns. Schön, dass ihr zugehört habt, und wir hören uns beim nächsten Mal wieder!

About the podcast

Update zu verschiedenen Themen rund um den Schweizer Arbeitsmarkt. Der Innovationsverband Schweizer Arbeitsmarkt berichtet hier über spannende Akteure und Entwicklungen im Arbeitsmarkt - immer mit einem Schweizer Bezug.

This podcast is brought to you by Jellypod, Inc.

© 2025 All rights reserved.